Was ist gute Kunst?

 

Was macht ein Bild oder andere Kunstwerke wertvoll, was unterscheidet sie von anderen Kunstwerken und welches übt eine starke Anziehungskraft auf uns aus? Es ist nicht einfach eine Antwort darauf zu finden. Die Qualität spielt eine große Rolle, doch die Frage nach guter oder schlechter Kunst wird weitestgehend kontrovers diskutiert. Gudrun Inboden (Staatsgalerie Stuttgart) weißt darauf hin, man könne nur nach der Qualität von Kunst fragen und nicht nach Qualität in der Kunst (Zitat aus: Was ist gute Kunst; Hatje Cantz Verlag S.9). Einige sind der Meinung Kunst messen zu können, andere meinen Kunst sei reine Geschmacksache. Alexander Dückers (ehemals Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett) stimmt dem nicht zu, denn er wünscht sich eine strengere Auswahl unter den künstlerischen Hervorbringungen der Zeit und nennt Maßstäbe wie Eigenständigkeit und Neuartigkeit, deren Beurteilung bei ihm doch eine gewisses – nicht unbedingt verbreitetes – Fachwissen voraussetzt (Zitat aus: Was ist gute Kunst, Hatje Cantz Verlag S. 9). Christoph Heinrich (Hamburger Kunsthalle) faszinieren Erfindungsreichtum und Originalität bei den Künstlern. Er vermutet einen Grundsatz von Qualität, wenn Kunst auch nach Jahren der Betrachtung, nach wiederholter Rezeption, dem Betrachter noch Neues, Ungesehenes offenbart (Zitat aus: Was ist gute Kunst; Hatje Cantz Verlag S.9). Wulf Herzogenrath (Kunsthalle Bremen) fächert den Qualitätsbegriff weiter auf und nennt ebenfalls Innovation, Konstanz und konsequentes Weiterentwickeln der künstlerischen Ideen als Kriterien für Qualität (Zitat aus: Was ist gute Kunst; Hatje Cantz Verlag S.10). Es gibt also eine beachtliche Meinungsvielfalt, wenn es um die Beurteilung geht was Qualität in der Kunst bzw. was gute Kunst ist

 

Saša Marjanović Aquarell 100x150

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